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MAB Jugendforum 2021

  • Junge Biosphäre

im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

„Lasst uns mitmischen!“


Im Rahmen des deutschsprachigen MAB Jugendforums im Biosphärengebiet Schwäbische Alb formulieren junge Menschen Forderungen für mehr Jugendpartizipation in Biosphärenreservaten.
Berlin, den 28.09.2021 Vom 24.-27.09.2021 fand das zweite deutschsprachige MAB Jugendforum auf dem Hofgut Hopfenburg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb statt. MAB steht für das „Man and the Biosphere“-Programm der UNESCO, in dessen Rahmen das Weltnetz der Biosphärenreservate entstanden ist.
Für die Veranstaltung kamen mehr als 40 junge Menschen aus Deutschland, Österreich und Luxemburg zusammen, um über Jugendpartizipation in Biosphärenreservaten zu diskutieren. Das Programm bot eine vielfältige Mischung aus Podiumsdiskussionen, Workshops, Exkursionen, Lagerfeuer und Musik.

Junge Expert:innen von selbstorganisierten Jugendnetzwerken, wie z.B. Watt°N aus dem niedersächsischen Wattenmeer, teilten ihr Wissen über Engagement und Netzwerkpflege mit den Teilnehmenden. In Zukunft soll auch mit der MAB Youth ein aktives Jugendnetzwerk in Biosphärenreservaten im deutschsprachigen Raum entstehen.
Exkursionen zusammen mit Ranger:innen innerhalb des Biosphärengebiets gaben Raum für gegenseitiges Kennenlernen und kreativen Ideenaustausch. Bei einem Pflegeeinsatz auf einer Wacholderheide auf dem Sternberg leisteten die Teilnehmenden einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb und hatten im Anschluss die Möglichkeit, sich mit dem Schäfer Thomas von Mackensen über Schäferei, Naturschutz und die Regionalmarke ALBGEMACHT auszutauschen.
In intensiver Arbeit trugen die Teilnehmenden Forderungen und Wünsche für mehr Jugendpartizipation in Biosphärenreservaten zusammen. Darunter finden sich Forderungen für mehr Begegnung auf Augenhöhe, für attraktive Partizipationsmöglichkeiten sowie finanzielle organisatorische Unterstützung bei der Umsetzung konkreter Projekte. Zudem soll es Jugendvertreter:innen in entscheidungstragenden Gremien von Biosphärenreservaten
geben und konkrete Ansprechpartner:innen für Jugendpartizipation in den Verwaltungen
der Biosphärenreservate. Das entstandene Parti*fest (= Partizipation + Manifest) wurde vor Ort mit Entscheidungsträger:innen diskutiert und wird an alle Biosphärenreservate Deutschlands weitergegeben.

Damit die Forderungen der jungen Menschen auch medienwirksam vermittelt werden können, drehten die Teilnehmenden Kurzvideos. Entstanden sind sieben unglaublich kreative und sehr unterhaltsame Kunstwerke.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Nationale Naturlandschaften e. V., dem Dachverband der deutschen Großschutzgebiete, in Zusammenarbeit mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Neun junge Erwachsene unterstützten zudem ganz im Sinne der Jugendpartizipation mit viel ehrenamtlichem Engagement die Planung und Durchführung des MAB Jugendforums. Gemeinsam entstand ein unvergessliches Wochenende für alle Teilnehmenden.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Hintergrund MAB Jugendforen
Das Ziel der Jugendforen des „Man and the Biosphere“-Programms der UNESCO ist es, engagierte junge Erwachsene aus Biosphärenreservaten zu vernetzen, ihre Identifikation mit Biosphärenreservaten zu stärken, ihre Motivation für Engagement zu fördern, sie weiterzubilden und ihnen eine Stimme zu geben ist. Junge Menschen, die in Biosphärenreservaten wohnen und arbeiten sollen darin bestärkt werden, selbst aktiv zur nachhaltigen Entwicklung „ihres“ Biosphärenreservats und des Weltnetzes der Biosphärenreservate beizutragen.
Das erste internationale MAB Jugendforum fand 2017 im Biosphärenreservat Po-Delta (Italien) statt. An diesem nahmen junge Engagierte aus über 142 Biosphärenreservaten der Welt teil. Weitere MAB Jugendforen finden seitdem weltweit mit unterschiedlicher Reichweite statt. 2019 fand im Biosphärenreservat Rhön das erste MAB Jugendforum für den deutschsprachigen Raum statt.

 

Downloads:
Flow-Chart

 


Fotos:
© Marc-Philipp und Cornelia Schrenk


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