Dieses Projekt wird gefördert durch:

„Europäische Union – Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.“

Link zur europäischen ELER-Kommission

Link zu ELER im Saarland

Infos zu den Kleinprojekten

Naturkosmetik-Workshop

Das Jugendrotkreuz-Projekt "Be part of it" hat sich gemeinsam mit der Jungen Biosphäre der Nachhaltigkeit gewidmet. 15 Jugendliche aus der Projekt-Gruppe „Be part of it“ haben am 28.11.2018 in Saarbrücken am Naturkosmetik-Workshop gelernt, wie man aus natürlichen Zutaten Kosmetikprodukte selbst herstellen kann.

Unter Anleitung von Naturkosmetik-Expertin Maria Magdalena Meyer haben die jungen Menschen Grundermannbalsam, Lippenpflege-Stifte, Nasenbalsam und Zahnpasta produziert. "Der Workshop soll zeigen, dass es ganz einfach ist, mit natürlichen Produkten und ohne gefährliche Zusatzstoffe die beliebten Kosmetik-Produkte selbst herzustellen“, erklärt Carmen John von der Jungen Biosphäre.  „So wird den TeilnehmerInnen ganz spielerisch gezeigt, dass es alternative Möglichkeiten für Konsum-Artikel gibt, die ohne Mikroplastik und viel Verpackungsmaterial auskommen.“

Das Projekt des Jugendrotkreuzes „Be part of it“, das von AktionMensch gefördert wird, richtet sich an geflüchtete Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, diese durch die Begegnung mit Gleichaltrigen zu stärken und ein Gemeinschaftsgefühl entstehen zu lassen. Projektkoordinatorin Meike Jacobs erklärt: „Wir wollen den jungen Menschen zeigen, welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sie in ihrem direkten Lebensumfeld haben. Dabei die Themen Nachhaltigkeit und kritisches Konsumverhalten zu vermitteln, ist natürlich sehr wichtig.“  So finden über das Jahr verteilt mehrere Aktionen statt, an denen die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren kostenlos teilnehmen können. „Am letzten Treffen der Projektgruppe wird es eine kleine Abschlussfeier geben, zu dem die TeilnehmerInnen ihre Familie und Freunde einladen dürfen. Bei einem gemütlichen Zusammensein können sie in Form von Präsentationen, Videos und Bildern zeigen, was sie als Gruppe gemeinsam erlebt haben“, so Jacobs weiter.

Um vielfältige Aktionen planen zu können, kooperiert die Gruppe „Be part of it“ mit zahlreichen Vereinen oder Projekten wie der Jungen Biosphäre, um inhaltlich die unterschiedlichsten Themen den Jugendlichen altersgerecht zu vermitteln.

Eulenjahr

Die Pfadfinder Niederwürzbach haben sich in ihren Gruppenstunden ganz mit dem Thema "Eulen in der Biosphäre" beschäftigt. Kinder- und Jugendliche bis zu 16 Jahren konnten in einem bunten Programm für Artenschutz und Artenvielfalt in der Biosphäre sensibilisiert werden.

Das Projekt befasst sich mit Eulen unserer Region und die Gruppenstunden werden gestaltet mit Anregungen unter anderem von der NaJu- Broschüre " Waldkauz" ( Experimente, Spiele, Basteln, Wissen): Es wurden Eulen-Buttons und Eulen aus Naturmaterialien hergestellt, Nachtwanderungen gemacht, um Eulen am Ruf zu erkennen sowie ein Ausflug in den Greifvogelpark Potzberg unternommen. Highlight war ein Besuch von Herrn Hirsch von der Tierauffangstation aus Alschbach, der auch seine Eulen mitbrachte und allerhand Informationen und Einblicke in die Arbeit mit den Tieren lieferte.
Seit Januar 2019 bauen die Pfadfinder Kauzkästen, die gemeinsam mit dem Förster Herr Wolf an geeigneten Plätzen aufgehängt werden.
Bei dem Projekt lernen die Kinder und Jugendlichen im Alter bis zu 16 Jahren verschiedene Eulenarten kennen, ihr Vorkommen, ihre Gefährdung und wie sie etwas dagegen tun können.

Gartenanlage Jugendclub Biesingen

Um den Jugendclub Biesingen für die rund 40 Mitglieder und den gesamten Ort Biesingen attraktiver zu gestalten, soll eine Gartenanlage mit Terrasse vor diesem errichtet werden. Die Anlage wird nach ihrer Fertigstellung dem gesamten Ort für Veranstaltungen und als ein gemeinsamer Treffpunkt zur Verfügung stehen.

Geplant ist eineTerrasse, die vor dem Eingang des Jugendclubs als Treffpunkt dienen soll. Außerdem sollen die Blumenbeete, die direkt an den Eingang des Jugendclubs grenzen, wieder neu bepflanzt werden und  ein oder zwei Obstbäume auf das Gelände gesetzt werden. Somit wird ein Ort geschaffen, der von der angrenzenden Bundesstraße abgeschottet ist.

Als Higlight des Ganzen soll es ein Videotauschbaum errichtet werden, an dem man alte DVDs ablegen und sich eine andere herausnehmen kann (Tauschbörse für alte DVDs). Dieser wird aus einem alten, bereits abgeholzten Baumstamm gebaut und mit einer Platte versehen, sodass man den DVD-Baum auch als Steh-Tisch verwenden kann.

Dieses Projekt ist steht vor allem eine gesellsschaftliche Nachhaltigkeit im Fokus, da die Anlage vom gesamten Ort und darüber hinaus genutzt werden kann - und das nicht nur von den bestehenden sondern auch von zukünftigen Anwohnern Biesingens. Ein Ort des Treffens der gesamten Dorfgemeinschaft wird somit geschaffen. Den Beitrag zur Biosphäre wird dadurch erreicht, dass die Gartenanlage einen Ort wird, an dem sich Jung und Alt gemeinsam in der Natur aufhalten können und dort gemeinsames erleben können.

Außerdem werden wir als Ausgleich für die versiegelte Fläche der Terasse, in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Förster, Bäume nachgepflanzt.

Streuobstwiesen-Ernte

Vielen älteren Menschen gehören Streuobstwiesen – diese werden oft jedoch nicht abgeerntet, wenn es nicht Angehörige tun. Die Junge Biosphäre wird in Kooperation mit dem Jugendforum-Saarpfalz und anderen jungen Menschen, nach vorheriger Absprache mit den Eigentümern, das Obst ernten und den Ertrag zur Weiterverarbeitung an Bliesgau-Obst e.V. spenden.

Das Projekt bringt junge und ältere Menschen zusammen. Gerade für die ältere Generation ist es schwierig zu sehen, dass dieses wichtige Besitztum der Streuobstwiese – seit sie selbst nicht mehr bei der Ernte helfen können – von nachfolgenden Generationen weder gepflegt noch gewürdigt wird. Junge Menschen wiederum lernen sich bei der Arbeit der Ernte untereinander kennen.

Das Produzieren von Bioprodukten zeigt, dass der Bliesgau die Möglichkeit bietet, nachhaltig, regional eigenständig zu wirtschaften, dass auch junge Menschen sich mit „Traditionen“ verbunden fühlen und den Wert der regionalen Ressourcen schätzen und nutzen lernen.

Das Projekt ist in vielerlei Hinsicht nachhaltig: Es schafft Beziehungen der jungen Menschen untereinander sowie zwischen den Generationen, es bringt lokale Betriebe ins Spiel, es kann jedes Jahr erneut durchgeführt werden, es sorgt für die Produktion von Bioprodukten aus eigenen Ressourcen, es zeigt und fördert den Wert der Streuobstwiese im Bliesgau als wichtige Kulturlandschaft, es bietet für Jugendliche der Biosphäre die Möglichkeit, das ländliche Leben zu erfahren und zu verstehen, es verbindet junge Menschen mit der „Natur“, der Arbeit mit und aus ihr, den Traditionen der Region, es vertritt auch den ethischen Wert, das Obst nicht einfach verkommen zu lassen, sondern es produktiv zu nutzen, es stärkt das Identitätsgefühl und die Identifikation der Menschen des Bliesgaus mit ihrer Biosphäre.

Trashbusters

Bei der Aktion „Trashbusters“ der NAJU wurde im Rahmen der Jungen Biosphäre in diesem Jahr im Bliesgau dem Plastikmüll zu Leibe gerückt. Zusammen mit der Biosphären-AG der GemS St. Ingbert-Rohrbach wurde am Glashütter Weiher in St. Ingbert Müll gesammelt.

Zusammen mit 14 SchülerInnen der Biosphären-AG der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach ist der Glashütter Weiher von Müll befreit worden. Ausgerüstet mit Sammelstöcken und Handschuhen haben die SchülerInnen einen Nachmittag lang allerhand Unrat rund um den Glashütter Weiher herum gesammelt. Der Müll wurde anschließend von der Müllabfuhr extra abgeholt und wegtransportiert.

Innerhalb der AG haben die SchülerInnen schon mehrfach das Schulgelände von Müll befreit – und auch schon auf dem Weg zum Weiher wurde fleißig gesammelt. Die Sensibilisierung für die Umwelt und das Wegwerfverhalten standen bei diesem Projekt somit an oberster Stelle.

Die Trashbusters-Aktion wird jedes Jahr von der der NAJU durchgeführt. Über 6,4 Millionen Tonnen an Müll gelangen jedes Jahr in unsere Meere. Davon sind 75 % Plastikmüll! Sie führen zu riesigen Müllbergen und Müllstrudeln im Wasser und schaden der Umwelt. Deshalb leistet die NAJU mit den „Trashbusters“ Aufklärungsarbeit und hilft dabei, Gewässer von Müll und Plastik zu befreien.

Grüne JuLeiCa

Die NAJU Saarland bietet als Teil des Projekts Junge Biosphäre ab 2018 erstmalig ein Jugendleiterseminar „Grüne JuLeiCa“ an mit Themenschwerpunkten auf Nachhaltigkeit und Naturpädagogik

An drei Wochenendmodulen lernen Jugendliche ab 16 Jahren in Theorie und Praxis alles, was für den Erwerb der Jugendleiterkarte von Bedeutung ist. Schwerpunkte der „Grünen JuLeiCa“ sind dabei  zusätzliche Themen im ökologischen, nachhaltigen und naturpädagogischen Bereich. Interessant ist das Seminar für alle, die Interesse haben, in Ferienfreizeiten als Teamer und Betreuer tätig zu werden, eine eigene Kinder- und Jugendgruppe zu gründen oder für Erwachsene, die mit Kindern die Natur erleben wollen.

In den Modulen werden wichtige Themen wie Aufsichtspflicht, Rechts- und Versicherungsfragen, Gefahrenlehre und Gruppendynamik sowie praktische Themen wie Naturpädagogik, Klimaschutz und der Aufbau einer kreativen Gruppenstunde behandelt. Dabei steht vor allem die Vermittlung eines nachhaltigen Lebensstils in den unterschiedlichsten Formen im Mittelpunkt: Die TeilnehmerInnen erhalten Anstöße und Leitfäden, wie z.B. Freizeiten, Gruppenstunden oder Sportevents umweltfreundlich und ökologisch gestaltet werden können.

 

Termine 2018
24./25. Februar 2018: Modul 1
(Aufsichtspflicht, Recht- und Versicherungsfragen, Kinderschutz, Gruppendynamik & Kommunikation)
14./15. April 2018: Modul 2 (Naturpädagogik – dieses Modul kann auch als JuLeiCa-Verlängerung belegt werden)
02./03. Juni 2018: Modul 3 (Nachhaltigkeit – dieses Modul kann auch als JuLeiCa-Verlängerung belegt werden)

 

Informationen sowie Anmeldung über die NAJU Landesgeschäftsstelle, Landesjugendreferentin Nina Lambert, telefonisch unter 06806-102419 oder per Mail NAJU(at)NABU-Saar.de.Weitere Informationen auch auf der Homepage www.NAJU-saar.de

Anmeldeflyer zum Download

72-Stunden Aktion 2019

Im Zuge der 72-Stunden Aktion des BDKJ haben im Bliesgau drei Pfadfindergruppen kräftig angepackt, um in unseren Biosphäre noch mehr für die Umwelt zu tun.

 Die Pfadfinder des Stamms St. Georg in Heckendalheim haben in Ommersheim an der Gemeinschaftsschule ein Hühnerhaus mit angegliedertem Gehege gebaut. So haben die neuen Schulhühner dort ein Zuhasue. Neben den bereits dort Lebenden Schulbienen hat die Gemeinschaftsschule Ommersheim jetzt noch mehr "alternatives" Lehrpersonal.

 

Die Niederwürzbacher Pfandfinder haben in Niederwürzbach neue Lebensräume für Wildbienen geschaffen. An einer Wildblumewiese und an der Kirche haben die Tiere nun neue "Anflugstellen". Außerdem wurde ein Hochbeete im Ort aufgestellt.

 

In Rohrbach wurde ein Fairtrade-Frühstück vorbereitet, um zu zeigen wie einfach und lecker fair gehandelte Lebensmittel sind. Außerdem wurde auch hier ein Insektenhotel errichtet.

 

Wir danken allen, die sich in diesen 72 Stunden so grandios engagiert haben und allen Unterstützern.

Kochen mit geretteten Lebensmitteln

Gemeinsam mit dem Unverpackt in Saarbrücken, Ingos Kleiner Kältehilfe und einer Kochkünstlerin wurden gerettete Lebensmittel zu grandiosen Kreationen verwandelt.

 

Um der Wegwerfkultur unserer Gesellschaft etwas entgegenzustellen, wollten wir zeigen, dass viele Lebensmittel "zu gut für die Tonne" sind und eigentlich noch richtig lecker schmecken. Unter diesem Motto fand vom 03. bis zum 08. Juni die 2. saarländische Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung statt.

Im Zuge Dieser haben wir gemeinsam mit Unverpackt in Saarbrücken sowie der begnadeten Kochkünstlerin Hildegard Eisenla einige Lebensmittel vor dem frühzeitigen Ende in der Tonne gerettet. Besuch bekamen wir vom saarländischen Minister für Umwelt und Verbraucherschutz Reinhold Jost! Das Essen war außerdem vegan!

Los gings um 15 Uhr. Ingo von Ingos kleiner Kältehilfe war da aber schon fleißig am schnippeln.

Er war es auch der zuvor bereits Lebensmittel organisiert und zusammengetragen hatte.

Zusammen wurden Kartoffeln, Zucchini und vieles andere Gemüse geputz und die "unschönen" Stellen einfach entfernt. Der Minister hat sich direkt in die Arbeit gestürtzt und ist mit Messer den den Paprikaschoten zu Leibe gerückt.

Schön war es vor allem sich an den Gewüzen im Unverpackt frei bedienen zu können und nach herzenlust abzuschmecken.

Alles in Allem war das Essen sehr gut und spontan wurde aus den vielen Äpfeln ein fruchtiges dessert mit Rosmarinnote gezaubert.

 

Wir danken allen Beteiligten für diesen Tollen Nachmittag!

 

Bildquellen:

©Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

©Lennart Berwanger